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Kennen Sie Ihre Signaturstärken? Die Ihres Teams?

Kennen Sie die Signaturstärken Ihres Teams? Wer individuelle Stärken gezielt einsetzt, steigert Motivation, Bindung und Praxiserfolg nachhaltig.

02. Tem 2024


Dr. Susanne Woitzik

Fragt man uns nach unseren Signaturstärken, fällt uns die Beantwortung häufig schwer. Das hat zum einen den Grund, dass wir mit dem Begriff Signaturstärken nichts anfangen können.

Klären wir daher zunächst, was Signaturstärken sind. Signaturstärken sind dadurch gekennzeichnet, dass

  • wir uns mit diesen Stärken identifizieren. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Selbstbildes,
  • der Einsatz dieser Stärken uns mit Freude erfüllt, insbesondere auch dann, wenn wir sie für neue Aufgaben und auf eine neue Art und Weise einsetzen können,
  • wir beim Ausspielen dieser Stärke erfolgreich sind und uns immer mehr verbessern,
  • wir beim Ausüben dieser Stärke energiegeladen sind und auch Flow-Erlebnisse haben können.

Signaturstärken sind in ihrer Kombination und Ausprägung individuell. Sie machen uns einzigartig.

 

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Die anderen Gründe, warum wir unsere Signaturstärken nicht benennen können, sind:

  • Bereits in der Schule werden Fehler rot gekennzeichnet. Das, was richtig ist, was wir gut beherrschen, wird allenfalls noch in der Grundschule mit einem Lachgesicht sichtbar gemacht. Doch der Fokus liegt klar auf unseren Defiziten.
  • Das führt dazu, dass wir schnell lernen, dass wir an unseren Schwächen arbeiten müssen, um unsere Potentiale zu heben.
  • Die meisten von uns sind so sozialisiert, dass sie davon überzeugt sind: „Bescheidenheit ist eine Zier.“ Insofern stellen wir unser Licht lieber unter den Scheffel.
  • Hinzu kommt, dass wir häufig blind für unsere Stärken sind. Aufgaben, bei denen wir unsere Signaturstärken nutzen können, fallen uns leicht. Und weil es uns so einfach erscheint, können wir sie nicht als etwas Besonderes würdigen.

Studien zeigen jedoch, dass der Einsatz unserer Signaturstärken im Arbeitsalltag mit

  • einem erhöhten allgemeinen Wohlbefinden verbunden ist. Die Tätigkeit erfüllt uns und macht uns zufrieden,
  • einer Steigerung der Leistungsfähigkeit einhergeht. Denn wir sind motivierter, weil wir die Arbeit als Berufung wahrnehmen,
  • einer höheren Freude an der Arbeit zusammenhängt,
  • das wiederum macht uns resilienter, weil Widrigkeiten schnell weggepuffert werden.

Können Mitarbeitende ihre Signaturstärken in der Praxis leben, werden sie verstärkt an ihren Arbeitgeber gebunden. Auch sind positive Auswirkungen auf den Krankenstand und die Fluktuation zu beobachten. Genau das führt in Zeiten des Fachkräftemangels zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Dr. Susanne Woitzik

Referentin der ZA eG

  • Studium der Wirtschaftswissenschaften in Hagen und im Folgenden dort wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bank- und Finanzwirtschaft
  • Promotion zum Dr. rer. pol.
  • Expertin für Betriebswirtschaftliche Praxisführung sowie Persönlichkeits- und Teamentwicklung; Als Praxisberaterin hat sie schon vielen PraxisinhaberInnen geholfen, ihre Probleme zu lösen und sich erfolgreicher aufzustellen
  • Regelmäßige Veröffentlichungen in adp, dem „Dentista-Journal“, im „NZB“, der „ZP“, „Der Freie Zahnarzt“ und weiteren Fachmagazinen
  • Von 2020-2022 Autorisierte Prozessberaterin im Rahmen des Programms unternehmensWert:Mensch (uWM)
  • Seit 2020 Autorisierte Beraterin/Dozentin Offensive Mittelstand
  • Seit 2021 Trainerin für Achtsame Kommunikation
  • Seit 2022 Trainerin (DVWO)
  • Seit 2023 Autorisierter INQA-Coach
  • Studien zum Arbeitserleben in Zahnarztpraxen gemeinsam mit der Europa-Universität Flensburg