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Devitalisation

Devitalisation mit Formaldehyd war lange Standard – ein Blick auf Entwicklung und heutige Bewertung.

07. Apr 2025


Dr. med. dent. Michael Striebe

Historisch betrachtet stellte die Devitalisation des schmerzreaktiven Nervengewebes mit einem formaldehydhaltigen Präparat das Standardprocedere bei entzündlich irreversibel veränderter Zahnpulpa dar.

Von einer regelhaften Anwendung eines solchen Medikaments wird in der zahnmedizinischen Fachliteratur mittlerweile auf Grund möglicher Nebenwirkungen abgeraten. Das schließt jedoch nicht aus, dass in bestimmten Ausnahmesituationen (Beseitigung starker Schmerzen, starke Blutungen aus dem Nervkanal, etc.) dennoch eine Indikation für derartige Präparate vorliegen kann.

Deren Anwendung erfordert jedoch eine sorgfältige zahnärztliche Risiko-Nutzen-Abwägung und es bedarf einer dokumentationspflichtigen Begründung für das gewählte Vorgehen. (vgl. u.a. OLG Jena Az.: 7 U 1170/22 vom 30.08.2022)

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Dr. med. dent. Michael Striebe

Zahnarzt & Experte für zahnärztliches Gebührenrecht & Abrechnung

Über den Autor
Dr. med. dent. Striebe zählt zu den erfahrenen Experten im Bereich des zahnärztlichen Gebührenrechts. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Anwendung, Auslegung und Weiterentwicklung der GOZ. Als Autor zahlreicher Fachbeiträge vermittelt er komplexe Inhalte verständlich und praxisnah – mit dem Ziel, Zahnärzten konkrete Orientierung und Sicherheit im Praxisalltag zu geben.

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